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Von Spielen mit Kugeln
Auch beim Pétanque spielen immer zwei Partein gegeneinander. Als Spielfeld kommt hierbei jedes Gelände in Betracht, ein glattes Spielfeld wie beim Bowls ist nicht erforderlich. Dies gilt nicht nur für Freizeitspieler, sondern grundsätzlich auch für Wettkämpfe. Für die Spiele bei Wettkämpfen werden aber häufig Spielbahnen gekennzeichnet, um einen reibungslosen Ablauf des Wettkampfes zu garantieren. Bei Meisterschaften müssen diese Bahnen mindestens 15 Meter lang und 4 Meter breit sein, bei anderen Wettbewerben darf eine Länge von 12 Metern und eine Breite von 3 Metern nicht unterschritten werden. Das Spielfeld darf dabei von einer Bande umgeben sein, die aber mindestens 30 Zentimeter von der Außenlinie entfernt sein muss.
Ein Spiel endet bei 13 Punkten. Die Finalspiele von Meisterschaften können bis zu 15 Punkten gespielt werden, das Endspiel der Weltmeisterschaft wird immer bis 15 Punkte ausgetragen.
Durch Los wird zunächst entschieden, wer beginnen darf. Der Auserwählte markiert zunächst eine Kreis auf dem Boden. Dieser Abwurfkreis muss einen Durchmesser von 35 bis 50 Zentimetern haben. Inzwischen dürfen aber auch Wurfkreise aus Vollmaterial mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern verwendet werden. Von diesem Abwurfkreis aus platziert der Spieler nun die Zielkugel, die gültig ist, wenn sie 3 bis 20 Meter vom Rand des Abwurfkreises liegen bleibt. Ungültig wird sie, wenn sie eine vorhandene Außenlinie in vollem Umfang überquert oder von einer anderen Sache als von einer Spielkugel verdeckt wird. Nach dem Wurf der Zielkugel beginnt die erste Runde, die als Aufnahme bezeichnet wird. Der Spieler, der die Zielkugel platzieren durfte, darf auch die erste Kugel werfen. Danach ist der Gegenspieler so lange am Zug, bis er seine eigene Kugel näher an der Zielkugel platzieren kann als der Gegner oder er keine Kugeln mehr hat. Jedem Spieler stehen drei Kugeln zur Verfügung. Ein Aufnahme ist beendet, wenn alle Kugeln platziert wurden. Danach wird die Kugel ermittelt, die der Zielkugel am nächsten ist. Alle weiteren Kugeln dieser Farbe, die ebenfalls dichter an der Zielkugel liegen als die Kugeln des Gegners, bringen ebenfalls einen Punkt. Darauf folgt die nächste Aufnahme, die wieder mit dem Wurf der Zielkugel durch den Gewinner der vorherigen Aufnahme beginnt.
Beim Pétanque gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Kugeln zu spielen. Beim Legen wird die eigene Kugel besser platziert als die des Gegners. Hierzu kann die Kugel gerollt werden, halbhoch geworfen werden oder hoch und weit geworfen werden. Durch das Schießen der Kugel wird die bisher am besten platzierte Kugel zugunsten einer eigenen Kugel von der Zielkugel entfernt. Am schwierigsten von allen Möglichkeiten ist das Anstoßen der Zielkugel, um die Zielkugel so näher an der eigenen Kugel zu platzieren.