Unter Heilkräutern versteht man all jene Pflanze, deren Wirkstoffe ihnen die Eigenschaft verleihen einen medizinischen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Gerade heute, wo vielerorts lieber wieder auf das "Natürliche" zurückgegriffen wird, findet das alte Wissen vergangener Tage über die Naturheilkunde wieder seinen Weg zurück in das Gedächtnis der Menschen. Man erinnert sich an Großmutters Rezepte bei verschiedenen Zipperlein und stöbert in der vielfältigen Literatur nach Hildegard von Bingen und Maria Treben.
Die Tatsache, dass Heilkräuter als „natürliche“ Stoffe gelten, läßt leicht zu dem Irrglauben verleiten, dass der Einsatz der Helfer aus dem Kräuterbeet deswegen „harmlos“ sei, was einen großen Fehler darstellen kann. Die Natur hat zwar vielen
Kräutern heilende Eigenschaften gegeben, die unbestritten in den richtigen Händen sinnvoll und gut verträglich eingesetzt werden können. Dennoch sollte man nicht den Nutzen der modernen Medizin vergessen. Gerade hier finden wir nämlich die Kombination des alten Wissens gepaart mit der Aufklärung über die Wirkungsweisen einzelnener Komponenten, die neben dem heilenden Wirkstoff in dem Kraut enthalten sein können. Oder wußten Sie dass Ringelblumen bei übermäßiger Anwendung Kontaktekzeme verursachen oder Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit erhöht?