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Der BH in Antike und Neuzeit

Der BH ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Doch war das schon immer so? Trug man schon früher einen BH, oder ist das eine neuzeitliche Entwicklung? Eine kleine Reise in die Geschichte der Unterwäsche.

Die Antike
Die kulturelle Entwicklung des BHs begann schon vor langer Zeit. Schon vor ca. 6500 Jahren begannen die Frauen in Griechenland, ihre Brüste mit einem Band zu bedecken - ein frühzeitlicher BH. Im alten Rom trugen die Frauen eine spezielle Brustbinde, das so genannte Strophium. Dies war eine aus Leder oder Leinen gefertigte Binde, die auf die nackte Haut unter den Busen gebunden wurde, um Ihn besonders gut zur Geltung zu bringen – so zu sagen der Wonderbra der Antike.
In einigen griechischen Stadtstaaten, in denen Frauen auch an Sportveranstaltungen teilnahmen, banden sie ihre Brüste mit einer Leinenbinde ab, um männlicher auszusehen. Während des gesamten Mittelalters banden Frauen sich Leinenbinden um die Brüste, um diese zu stützen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein diente das Mieder als eine Art Büstenhalter. Teilweise trugen die Frauen auch einfach nur ein Brustleibchen. Da sich darunter aber die Brustwarzen abzeichneten, wurden wattierte „Brustverbesserer“ erfunden.
Der Grundgedanke bei den frühen BHs war nämlich einerseits eine rein praktischer, um den Busen tatsächlich festzuhalten, damit er nicht bei der Arbeit behindert, und zum anderen sollte der BH die gerade im hoch-christlichen Mittelalter die weibliche Reize verdecken, da Sexualität nur zu reiner Fortpflangzung schicklich war.
von Hermes am 25. Oktober 2006
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