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Termingelder

"Termingelder" sind Guthaben auf speziellen Termingeldkonten. Der Kunde trifft bei einer Termingeldanlage mit dem Kreditinstitut eine Vereinbarung darüber, dass er diesem die in der Regel aus größeren Beträgen bestehenden Einlagen für einen bestimmten Zeitraum überlässt und dafür als Ausgleich einen festen Zins erhält. Die meisten Termineinlagen werden heute in Form eines Festgeldes angelegt. Die Besonderheit beim Festgeld liegt darin, dass Sie (im Gegensatz zum Tagesgeldkonto) mit der Bank oder Sparkasse von vornherein eine feste Laufzeit vereinbaren, über die Sie Ihr Geldanlage tätigen wollen. Nach Ablauf der Frist wird das Festgeld automatisch - ohne zusätzliche Kündigung - wieder frei. Die zweite Termingeldvariante sind die Kündigungsgelder.

Im Unterschied zur Festgeldanlage steht hierbei die Laufzeit nicht von vornherein fest. Sie vereinbaren lediglich eine bestimmte Kündigungsfrist. Das heißt, wenn Sie zum Beispiel eine dreißigtägige Kündigungsfrist wählen und gleichzeitig eine Anlagedauer von zwei Monaten wünschen, müssen Sie nach Ablauf des ersten Monats eine Kündigung aussprechen. Versäumen Sie die Kündigung, läuft das Kündigungsgeld weiter. Aufgrund dieser etwas aufwendigeren Abwicklung haben Kündigungsgelder heute in der Praxis keine allzu große Bedeutung mehr. Insbesondere im Privatkundenbereich werden Termineinlagen fast nur als Festgelder angeboten. Deshalb sollen sich auch die folgenden Erläuterungen nur noch auf diese Form der Termingelder beziehen. Als wichtigste Voraussetzung für den Abschluss einer Festgeldanlage müssen Sie genug Geld auf der hohen Kante haben. Die "Schallmauer" liegt meist bei einem Betrag von 5.000 Euro; nur wenige Kreditinstitute geben sich bereits mit 2.500 Euro zufrieden. Reicht Ihr Erspartes für den Einstieg, müssen Sie überlegen, wie lange Sie Ihr Geld festlegen wollen. Die Mindestlaufzeit beträgt 30 Tage, die längstmögliche Anlagedauer in der Regel ein Jahr. Dazwischen können Sie die Laufzeit in Monatsschritten wählen. Unter anderem nach der Anlagedauer richtet sich auch die Verzinsung des Festgeldes. Dabei gilt als Faustformel: Je länger die Laufzeit, desto höher ist der Zins. Nur in Zeiten stark fallender Zinssätze kann es auch einmal passieren, dass Sie bei einer kurzen Anlagefrist besser als bei einer längeren Laufzeit wegkommen.
von peterleh am 17. August 2006
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